Slowakei mit Tatra Mai 2017

Posted on Montag 16 Oktober 2017

Tag 1: Endlich geht’s los, um 8:00 Uhr treffen Toni und ich bei Rudi ein, es gibt frischen Kaffee, Brezen, Butter, Schinken usw. Dann geht’s auf Radlerstrecken den Inn runter und auf kleineren Straßen zum Hotel in Tschechien. Zwischendurch auf der Strecke im Gasthof Gamerith in Mottingeramt mit Kanapee-Stühlen (aufstehen fast unmöglich) trinken wir Kaffee. Um 18:00 Uhr Ankunft im Hotel in Tschechien. Hier sind noch die Maler zugange, es gibt keine Bewirtung. Wir machen uns auf den Weg zur Pizzeria (es gibt nur eine in der Nähe), da ist aber alles voll besetzt. Wir reservieren einen Tisch für 5 Personen und gehen in die Nachbarkneipe. Hier kostet die Halbe nur 1,33 €, das Warten macht Spaß. In der Zwischenzeit treffen auch Robert und Christian ein. Sie waren erst um 13:00 Uhr nach der Arbeit losgefahren. Sie fuhren auf der Autobahn und kamen in die große Hitze im Wienerbecken mit 28° und kräftigen Winden. In der Pizzeria feiern wir dann unsere Wiedervereinigung und lassen den heißen Tag ausklingen.
Tageskilometer: 459 km


Tag 2:
Bedeckter Himmel, der Wind hat das schöne Wetter vertrieben, die Temperatur ist um 10° niedriger. Auf der Strecke bei Lukrom Zlín fährt sich Rudi am Hinterrad einen Platten. Wir haben da ja schon Routine, nach 30 Min sind wir wieder unterwegs. Bis Nachmittag haben wir Glück es regnet nicht, aber dann holt uns so ein Wolkenbruch ein, wir kommen naß bis auf die Haut um 17:45 Uhr beim Ferienhaus an. Motorradkoffer leer machen, umziehen und weiter zum Lidl für den Grundeinkauf. Auf dem Rückweg dann das ausgiebige Abendessen im Gasthaus auf der Strecke (35 € für alle 5) und zurück zum Haus und dann das erste Bier des Tages! Das Haus hat 3 Etagen mit engen Treppen, aber jeder hat für sich ein Zimmer und gemeinsam haben wir 2 große Wohn- und Ess-Räume. Alles so wie in der Beschreibung.
Tageskilometer: 373 km



Tag 3:
Heute ist unser Ruhetag. Abfahrt zur kleinen Polenrunde erst um 10:30 Uhr. Das Mittagessen gibt’s am Stadtplatz von Stary Sacz auf den leeren überdachten Marktständen. Auf dem Stadtplatz bekommen wir für unsere Euros keinen Kaffee, wir hatten nicht gewechselt. Zurück in der Slowakei holen wir sofort die Kaffeepause nach. Nun ein kleines Experiment. Wie weit kommen wir auf der rechten Flußseite vom Poprad. Auf der anderen Seite läuft die Bundesstraße. Das Experiment wird nach einigen Schlammdurchfahrten und einem nicht mehr sichtbaren Straßenstück (Wassergraben) abgebrochen, da vor uns noch ca. 10 km mit unbekanntem Zustand liegen. Mit vereinten Kräften kann ich auf dem schmalen Weg mit den tiefen Fahrspuren umdrehen. Zurück und dann auf der schön geteerten Straße weiter zum Ferienhaus. Unser Lokal von gestern hat heute zu, aber in der Fußgängerzone von Kazmarek finden wir einen guten Ersatz. Nach dem Essen zurück und unser erstes Abendbier.
Tageskilometer: 247 km


Tag4:
Unsere Tatra-Umrundung
Das Wetter ist schön, sonnig. Wir fahren im Uhrzeigersinn los. Unsere Mittagspause wollen wir an einem See machen. Um 13:00 Uhr war es dann so weit. Der Abstecher ist in der Streckenaufzeichnung gut zu sehen. In der Nähe von Zakopane schauen wir uns noch eine Holzkirche an. In Zakopane können wir direkt an der Fußgängerzone parken und machen Kaffeepause (Großstadtpreise). Dann zurück, Einkaufen, Tanken und Spaghetti mit Fleischsoße kochen. Ein entspannter Abend in unserer „Hütte“ mit offenem Kaminfeuer.
Tageskilometer: 268 km



Tag 5:
Unsere Fahrt nach Kosice. Wir stehen früh auf, um 8:00 Uhr ist Abfahrt. Wir benützen nicht die Autobahn, sondern fahren auf kleinen Straßen. Etwa 40 km vor Kosice bei Hamre ist eine Flußbrücke gesperrt. In einem Ausflugslokal neben der Brücke trinken wir einen Kaffee und kommen mit dem Wirt ins Gespräch, er hat in Landshut gearbeitet und ist nun als Rentner zurück in seiner Heimat. Er zeigt uns einen Schleichweg ca. 5 km um die Sperrung herum, wir müssen nicht 30 km zurück. In Kosice bei einer roten Ampel werden wir getrennt, Robert fährt alleine weiter. Aber später dann am Dom treffen wir wieder alle zusammen. In einem Kaffee am Dom essen wir Pfannenkuchen mit Würstel, Käse und und … einfach zu viel! Der Dom ist sehenswert und sehr beeindruckend. In der Fußgängerzone sind jede Menge junge Leute unterwegs, festlich gekleidet und in Feierlaune. Auch wir schlendern durch und trinken noch einen Kaffee. Wir machen einen Treffpunkt aus, denn Robert parkt auf der anderen Domseite und hat eine andere Ausfahrt aus Kosice. Aber in Medzev sind wir wieder vereint. Bei der Rückfahrt dann einige Tropfen Regen, aber wir kommen trocken zurück. Zum Abendessen Würstel mit Kartoffelsalat (frisch gemacht) und natürlich Bier.
Tageskilometer: 279 km



Tag 6 Mi 24.5.17:
Das Wetter ist mehr als unsicher, die Wetter-App zeigt im Norden Regen und im Süden erst später ein Regengebiet. Damit ist die Strecke vorgegeben. Nach der Diskussion (wir müssen raus) starten wir um 9:40 Uhr. Die Rechnung geht auf. Wir fahren 2 Stunden trocken nach Süden und 2 Stunden im Regen zurück.
Tageskilometer: 207 km



Tag 7 Do. 25.5.17 Vatertag:
Abfahrt 8:30 Uhr zur Zipser Burg. Die haben wir nur von unten angeschaut. Auf dem Weg zum Duklapass kommen wir in eine Sattelschlepper-Kolonne und fahren mit 20 km/h die Serpentinen hoch. Aber bald wird die Strecke wieder frei und wir sind zum Weltkultur-Erbe Lado Mirova gefahren. Die Holzkirche wird extra für uns aufgesperrt und ein Tonband abgespielt mit Erklärungen zur Kirche. Mittagspause vor der Kirche und weiter ins Museum am Duklapass. Eintritt 1 €, Rentner 0,50 €. Das Museum ist etwas enttäuschend mit wenig Erklärung und Exponaten, hier war die entscheidende Panzerschlacht im 2. Weltkrieg. Die Aussicht vom Turm (39 m hoch) geht 360° über das Kampfgebiet. Wir sind still, als wir wieder an den Friedhöfen mit den Gefallenen vorbeifahren. Unser nächstes Ziel ist der Stadtplatz in Bardejov und die römisch katholische Basilika Minor des Hl. Ägidius mit den 11 gotischen Flügelaltären. Aber zuerst einen Kaffee in einem Lokal. Hier wird geraucht!. Raus an die frische Luft und in die Kirche (Eintritt 2,50 €). Auf der Rückfahrt steigen wir vorbeugend in die Regenklamotten. Einkaufen und Abendessen in der Wirtschaft (Abschieds-Menü) und ab ins Haus. Morgen früh fahren wir zurück und wollen noch packen.
Tageskilometer: 329 km



Tag 8 Fr 26.5.17:
Rückfahrt Teil 1:
Schönes Wetter, aber an der Hohen Tatra stauen sich die Wolken. Nach 15 km sind wir für den ganzen Tag in der Sonne. Auf den Bundesstraßen ist teilweise reger Bus- oder Sattelaufliegerverkehr, der schlecht oder gar nicht überholt werden kann. So fahren wir manche Bergstrecke wie die Lastwagen vor uns. Das tut der Stimmung keinen Abbruch – das Wetter ist schön, wir sind ja im Urlaub und haben Zeit. Um 12:00 Uhr ist Cappuccinozeit. Wir bestellen 5 Cappuccini und Robert das Menü für 3,60 €. Weiter geht’s, Brotzeit an der Landstraße, noch einen Cappuccino und einen Eiskaffee und gegen 19:00 Uhr sind wir wieder am Hotel. Wir kennen uns aus und wissen wo die gute Pizzeria ist….
Tageskilometer: 414 km


Tag 9:
Heimfahrt Tag 2.
Wir haben wieder den ganzen Tag Sonne. Wir fahren wieder zu dem Gasthof Gamerith Mottingeramt mit den Kanapee-Stühlen die wir Robert und Christian zeigen wollen. Wir setzen uns aber auf normale Gartenstühle und genießen unseren Cappuccino. Die weitere Heimfahrt durch bekanntes Gebiet ist einfach schön. Gegen 18:00 Uhr sind wir wieder zuhause.
Tageskilometer: 408 km


Zusammenfassung: 9 schöne Motorradtage und 2950 Motorradkilometern mit Freunden, wo alles stimmt und passt! Danke an Robert für die Buchung des Ferienhauses und an Rudi für die Hotelreservierung. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr mit noch unbekanntem Ziel!

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