Französische Seealpen vom 21.6 mit 30.6.13

Posted on Montag 1 Juli 2013

Zusammenfassung: Robert, Rudi, Toni und ich fuhren in die Seealpen. Dort in der Nähe von Barcelonnette hatten wir ein Ferienhaus gemietet. Die An- und Rückreise machten wir mit einer Übernachtung auf etwa halber Strecke. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, die Wintersperre der Pässe wurde letzte Woche aufgehoben und außer einem viertelstündigem Gewitterschauer mit Hagel war die gesamte Tour trocken! Das war für unser Vorhaben der absolute Rekord. Dafür hatten wir eine richtige Panne, eine durchgebrannte Lichtmaschine die ausgetauscht werden mußte und bei der anderen Maschine ein leckender Öldruckschalter der jedoch keine wirkliche Behinderung darstellte. Beide Reparaturen in den jeweiligen Werkstätten wurden in die Tagesrouten eingebaut, sodaß keine wirkliche Beeinträchtigung auftrat. Das Ferienhaus war, so wie in der Beschreibung angepriesen, sauber und mit allem ausgerüstet: Geschirrspüler, Elektroherd mit Bratrohr, Gasgrill, Mikrowelle, Kaffeemaschine und 4 Schlafzimmer, 2 Bäder, Balkon und Terrasse usw…. Die nächsten Supermärke direkt in Barcelonnette. Wir lebten wie Gott in Frankreich. In den 10 Tagen fuhren wir auch auf kleinsten und engen Paßstraßen, die bei einer Begegnung Motorrad und PKW schon zum Anhalten zwangen. Alles in allem ein großartiges Erlebnis und immer war die Stimmung gut.
Gesamt Kilometer 3526.

Einzelheiten:
Tag 1, Fr.: Gemeinsamer Treffpunkt war Rosenheim um 13:00Uhr. Robert musste noch halbtags arbeiten. Rudi hatte ein Hotel im Internet gefunden, das wir als Tagesziel ansteuerten. Das Hotel war so gut, daß wir es auf der Rückfahrt wieder anfuhren. Die Fahrt verlief wie geplant durch Österreich und die Schweiz und auch der zeitliche Rahmen stimmte, um 19:00 Uhr stellten wir in Italien die Motorräder zur Nachtruhe ab.

Tageskilometer: 451

Strecke:

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Tag2, Sa.: Für die Fahrt durch Italien benutzten wir vorwiegend die Autobahnen, um etwa um 17:00 Uhr am Ferienhaus anzukommen und um dann noch in aller Ruhe den Grundeinkauf durchzuführen. Auf der Strecke mußten wir mindestens 5 Tickets und Zahlstellen passieren und ca. 25 € zahlen – wie günstig ist da Austria! In Frankreich fuhren wir noch zur Einstimmung den Vars. Aber hier hatte es einen Unfall gegeben und ein Hubschrauber war gelandet. Die Straße war total gesperrt und wir warteten ca. eine dreiviertel Stunde und kamen dann zu spät zur Hausübernahme. Unsere Hausdame brauchte dann eine weitere Stunde zum Wiederkommen. Aber um 19:00 Uhr klappte dann die Übergabe, um 19:30 waren wir dann im Supermarkt und zum Ladenschluss um 20:00 Uhr mit unserem Grundeinkauf wieder auf der Straße. Alles einpacken in 4 Motorradkoffer und in 2 Topcases. Um 20:30 war dann alles im Haus und der gemütliche Teil begann.
Tageskilometer: 469

Strecke:


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Tag 3 So.: Nach einem gemütlichen Frühstück ( Wurst, Käse, Eier, Marmelade, Fruchtsaft, Kaffee, verschiedene Brotsorten) fuhren wir die  Nordschleife mit Wendepunkt Briancon. Es waren Unmengen von Wochenend-Motorradgruppen unterwegs. Wir fuhren unser Tempo und konnten dann am Berg einige von den Heizer-Gruppen am Berg wieder überholen. Unsere Spezialstrecke, die ich ausgekundschaftete hatte, war am Berg dann hinter Crevoux mit einem Verbotsschild gesperrt. Ein Einheimischer fuhr zwar durch, wir aber drehten um und fuhren unsere alternative Route weiter. Um 18:00 Uhr trafen wir wieder am Haus ein.
Tageskilometer: 295

Strecke:


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Tag 4 Mo.: Das Wetter ist wieder super, um kein Risiko einzugehen, wollen wir die Zeit nutzen und den höchsten Punkt der Reise anfahren, den Col de la Bonette. Die vielen Motorradler sind verschwunden, eine entspannte Fahrt zum Col. Die Gipfelschleife ist noch gesperrt, ein Radlader räumt noch die Straße, aber wir waren oben. Weiter geht die Fahrt ins Skigebiet Isola 2000 und über den einspurigen Pass Lombarde nach Italien. Zurück über den Larche oder wie er in Italien heißt, den Maddalena nach Barcelonnette. Im Ort sind Schilder aufgestellt, die sagen der Cayolle ist gesperrt. Wir machen eine Erkundungstour und stellen fest, die Brückenbaustelle ist passierbar. Somit brauchten wir den Paß nicht von unserer to do Liste streichen. Ab 18:15 war dann wieder Abendprogramm mit grillen …
Tageskilometer: 283

Strecke:


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Tag 5 Di.: Heute besuchten wir die Verdon-Schlucht. Dazu fuhren wir über den Allos und dann immer am Verdon entlang bis wir den Grand Canyon du Verdon erreichten. Wir umrundeten die Schlucht und fuhren über gut ausgebaute Landstraßen wieder zurück.
Tageskilometer: 361

Strecke:


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Tag 6 Mi.: Heute wollte Toni seinen bestellten Öldruckschalter in Gap abholen, deshalb fuhren wir eine Nord-West-Runde, in eine Landschaft mit einem ganz anderen Charakter. Der Einbau dauerte alles in allem nur eine halbe Stunde und dann waren wir schon wieder unterwegs Richtung Norden bis Corps. Hier in einem Park mit Tischen und Bänken machten wir ausgiebig Mittag. Dann machten wir uns mit einem großen Bogen auf den Rückweg. Hier holte Rudi das Pech ein. Seine Maschine ließ sich nach einem Tankstopp nicht mehr starten. Unsere Diagnose: Batterie defekt. Die nächste Werkstatt ist in Grenoble, unser Quartier genau in der anderen Richtung. Robert hatte die Idee, dieser Batterietyp ist auch in Quads eingebaut. 2 Mann fuhren los und nach 25 km hatten wir in Aspres Glück und kauften eine neue Batterie. Zurück konnte die Maschine mit der neuen Batterie aber nur mit Starthilfe angelassen werden. Die neue Batterie war nicht geladen! Ohne nochmals den Motor abzustellen fuhren wir zurück zum Haus.
Tageskilometer: 355

Strecke:


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Tag 7 Do.: In der Frühe um 6:30 Uhr der spannende Moment, hat die Ladung auf der Strecke ausgereicht und springt das Moped an. Nach dem ersten Versuch die große Enttäuschung. Nach dem Frühstück fuhren Robert und ich los, ein Ladegerät zu kaufen. Im Supermarkt hatten sie nur eines mit 600 mA Ladestrom, das hätte 24 Stunden gedauert. So entschlossen wir uns einfach eine neue Batterie zu kaufen. Im Motorradgeschäft war der Typ vorrätig und diese Batterie war vollgeladen und betriebsbereit. Zurück bei Rudi, eingebaut, gestartet und die gute Laune war wieder da. Wir fuhren nun gleich los eine kleinere Runde, die es aber in sich hatte. Col de la Cayolle, Col de la Champs und über den Allos wieder zurück. Hier bei Allos fuhren wir durch einen Gewitterschauer mit Hagel, aber nach einer Viertelstunde war der Spuk wieder vorbei und die Sonne da. Rudi stellte fest, die Hupe geht nur noch schwach, die Batterie scheint erschöpft zu sein. Der direkte Weg zurück zur Motorradwerkstatt. Hier die schnelle Diagnose die Lichtmaschine ist defekt, in Grenoble ist eine vorrätig, der Transport der Maschine war schnell organisiert. Am nächsten Morgen Abfahrt um 5:00 Uhr mit dem Transporter, um 9:00 Uhr Einbau des neuen Stators und dann Rückfahrt aus eigener Kraft. Ein ereignisreicher Tag.
Tageskilometer: 176

Strecke:


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Tag 8 Fr.: Rudi ist um 5:00 Uhr abgeholt worden und auf dem Weg nach Grenoble. Wir haben seine Rückfahrroute genau festgelegt und fuhren ihm entgegen. Wir machten einen Abkürzer über den Col de Pontis. So einen steilen, engen und kurvigen Paßbin ich noch nie gefahren. Gott sei Dank fast kein Verkehr auf der einspurigen Strecke. Unser Treffen mit Rudi klappte hervorragend. wir kamen mit einer Zeitdiffernz von 5 Minuten fast gleichzeitig auf dem Col du Lautaret an. Rudi war mit seiner neuen Lichtmaschine und der Reparatur sehr zufrieden. Wiedervereint fuhren wir zurück.
Tageskilometer: 277

Strecke:


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Tag 9 Sa.: Abreisetag, Packen, Aufräumen und um 9:00 Uhr Hausübergabe. Unsere Rückfahrt führte uns über den Larche nach Cuneo, auf die Autobahn an Turin und Mailand vorbei zum Comersee und in die Nähe von Chiavenna in unser Hotel. Hier hatten wir Glück und bekamen die letzten 2 Zimmer. Das Menü am Abend war hervorragend, ein netter Schweizer übersetzte uns die Speisekarte, er kannte die lokalen Köstlichkeiten.
Tageskilometer: 475

Strecke:


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Tag 10 So.: Um 8:30 Uhr nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffet  ging’s in die Schweiz, den Maloja-Paß und dann immer am Inn entlang bis nach Hause. In Kufstein-Süd an einer Tankstelle lösten wir unsere Gruppe auf und jeder fuhr in seinen Landkreis: ED, MÜ, PAN und AÖ. Es war wieder eine wunderschöne Reise und wir hatten bestes Wetter . Das war unsere bis jetzt trockenste Tour!
Tageskilometer: 436

Strecke:


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1 Kommentar for 'Französische Seealpen vom 21.6 mit 30.6.13'

  1.  
    Rudi
    8. Juli 2013 | 19:01
     

    Hallo Hans,

    super Reisebericht, danke dafür!!!
    Und dass wir noch viele schöne Touren machen können.
    Gruß
    Rudi

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